quick facts

Geschrieben von Laura. Veröffentlicht in Ueber-mich

  • Geburtstag/-ort: 26. Juni 1996 / Berlin
  • Status: Schülerin
  • Kaderstatus: B
  • Trainer: Ron Schmidt
  • WTS Ranking: 44 (Stand 28.06.2017)
  • Weltrangliste: 30 (Stand 28.06.2017)

Lauras sportlicher Werdegang

Geschrieben von Laura. Veröffentlicht in Ueber-mich

Laura ist sicher eines der größten Talente im Triathlon in Deutschland. Im Februar 2012 wechselte sie am Olympiastützpunkt in Potsdam vom Schwimmen zum Triathlon. „Anfangs war mir das irgendwie langweilig“, sagt Sie zu ihrem Wechsel und versteht sich heute selbst nicht mehr, denn ihre Leistungsfähigkeit und der Spaß am Triathlon wuchsen rasant. Der Cheftrainer des Bundesstützpunktes in Potsdam, Ron Schmidt, erkannte sofort ihr Talent und baute sie in der Saison 2012 behutsam auf. „Dieser Aufbau-Prozess ist noch immer nicht abgeschlossen - aber was sollen wir machen - sie ist schon Weltspitze“, sagte Ron Schmidt am Ende der Saison 2013, nach der Bronzemedaille bei den Juniorinnen Weltmeisterschaften in London.

Und tatsächlich ging es in ihrer erst zweiten Triathlon- Saison steil nach oben: Im Mai gewann sie souverän den deutschen Ausscheid für die Europameisterschaften in Halle. Der Sieg beim Junioren-Europacup in Antalya war schon der Fingerzeig für die Silbermedaille bei den Europameisterschaften - ein zweiter Platz bei ihren ersten internationalen Meisterschaften! Die Weltmeisterschaften in London waren dann mit der Bronzemedaille der krönende Abschluss ihrer ersten internationalen Saison.

In der Saison 2014 gelang ihr ein nahtloser Anschluss: Gold bei den Junioren-Europameisterschaften und Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften – mehr ging einfach nicht. Nie ließ sie in ihren Rennen einen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen – sie hat einen absoluten Siegeswillen.

In ihrer letzten Junioren Saison 2015 gewann sie erneut die  Europa- und Weltmeisterschaften und wurde darüber hinaus Deutsche Meisterin der Elite. Ein unvergessliches Erlebnis hatte sie beim WTS Rennen in Hamburg, bei dem sie als beste Deutsche Siebente wurde.

Plötzlich stand für sie ein neues Ziel deutlich vor Augen: die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Ohne irgendwelchen Druck ging sie in die Saison 2016 und verpasste die geforderte Qualifikation (Platz 8) Anfang März beim WM Rennen in Abu Dhabi nur durch einen Radsturz. Mit Platz 10 und damit nur 15 Sek. hinter dem geforderten 8. Platz kam sie beim letzten Qualifikationsrennen in Yokohama wiederum als beste Deutsche ins Ziel. Nun begann eine Nominierung-Tortur. Trotz Vorschlags des deutschen Spitzenverbandes überging der DOSB Laura bei der offiziellen Bekanntgabe der Nominierten für Rio. Der Präsident der DTU, die Präsidentin der ITU und weitere hochrangige Sportfunktionäre setzten sich für Laura ein und so fuhr sie schließlich doch noch zu ihren ersten
Olympischen Spielen. Das Rennen war dann für sie eine Lehrstunde - mit Platz 28 war sie zwar beste Deutsche, aber nicht zufrieden. Der U23 WM Titel drei Wochen später in Couzumel (Mexiko) war dann ein versöhnlicher Abschluss dieser verrückten Saison 2016.

Die Ziele der kommenden Jahre sind für Laura nun klar gesetzt: Etablierung in der Weltspitze der Damen Elite und der Kampf um eine Medaille bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020.