nach Hamburg...

hamburg 2… was für ein Wochenende… es ist jetzt fast eine Woche her aber ich denke immer noch voller Begeisterung zurück.  So kannte ich Triathlon noch nicht.
Vor dem ersten Rennen am Samstag war ich schon sehr aufgeregt - bei mir äussert sich das allerdings eher, das ich dann weniger rede und ruhig werde - vielleicht ist das auch eine Art Konzentration. Ich hatte eigentlich nicht erwartet, dass das Renen anders wird als die WTS Rennen, die ich schon gemacht habe. Damit meine ich nicht das Rennen selbst, sondern den Umstand,

da ich ja schon mit den Top-Athletinnen gestartet bin und von daher wusste was auf mich zukommt. Ich war dann aber doch überrascht, wie sehr sich die Zuschauer auf den Rennverlauf auswirken können, denn eigentlich bekomme ich während eines Rennens am Limit nicht mehr soviel mit - bis natürlich auf die markante Stimme meines Trainers - den ich diesmal nur gehört habe aber in den Massen nicht sehen konnte. hamburg 2
Es war krass das man selbst beim Schwimmen die Fans am Rand gehört hat, weil sie so nah und so laut waren. Leider bin ich wieder nicht ganz da wo ich wollte aus dem Wasser gekommen - kurz hinter der eigentlichen Spitzengruppe. Aber ich hatte einen schnellen Wechsel und dies mal habe ich auf den ersten Metern auf dem Rad alles gegeben um die zum Greifen nah vor mir fahrende Spitzengruppe zu erreichen - und ich habe es geschafft! Auf dem Rad war es in den vorangegangenen Rennen auch nicht sonderlich anstrengend - ich wusste, dass ich da ganz gut mitgehen konnte. Was dann auf der Wechselzonendurchfahrt los war hat mich dann aber doch ganz schön geflasht… Es ist doch erstaunlich was die Anfeuerung von so einer Menschenmassen mit einem macht - es hat mich so angetrieben, dass ich sogar einmal in Führung durch die Wechselzone fahren musste!!!  Für den Laufstart war dann alles ideal - ich versuche ja immer gleich ein hohes Tempo anzuschlagen - hier konnte ich gar nicht anders…  Das Tempo war natürlich auch durch die mitlaufenden Mädels gleich extrem hoch und trotzdem konnte ich bis 2,5 km gut mitgehen - danach habe ich gemerkt wo der Unterschied noch ist - die haben das Tempo eben fast gehalten - Etwas woran ich noch arbeiten muss. Und so kam ich dann als beste Deutsche auf Platz sieben - ein schönes Erlebnis … vor allem weil für mich damit eigentlich klar war, dass ich auch im Teamevent  am nächsten Tag starten werde und so kam es ja dann auch.
Das Teamevent war schon erwartungsgemäß noch einmal ein Gefühlshighlight - schade das es nicht ganz zur Medaille gereicht hat - aber genau diese Spannung macht ja auch das Teamevent aus…
 
Ich möchte mich hier noch mal bei all denen bedanken, die mich angefeuert haben, mir Glückwünsche und Nachrichten geschickt haben - es ist wirklich schön zu merken, das jemand meine Rennen und Ergebnisse  verfolgt  - das macht mich sehr stolz - Danke!
 
Ich hatte jetzt ja eine Woche nahezu frei - ein etwas seltsames Gefühl, vor allem weil ich auch nicht zu Hause war - war es fast ein bisschen wie Urlaub. Aber ich bin jetzt natürlich auch motiviert in die zweite Saisonhälfte zu gehen. Dazu geht es zunächst direkt nach Winterberg mit der Nachwuchs Nationalmannschaft. Vielleicht mache ich auch ein erstes Rennen in der französischen Liga im Team von Satrouville - mit Gwen Jorgensen im Team. Naja auf jeden Fall will ich noch ein paar sehr gute Rennen machen - ob in der WTS oder bei den Junioren Weltmeisterschaften - es wäre schön wenn ich ein letztes Mal meinen Titel verteidigen könnte.
 
bis bald, Eure Laura